Mit der allmählichen Durchsetzung des postfossilen Zeitalters werden die Mobilitätskosten im Jahr 2040 deutlich unter den heutigen liegen.

Nach Prognosen der Europäischen Kommission wird der Energiebedarf im Personenverkehr im Jahr 2040 rund ein Viertel unter dem Niveau von 2015 liegen (European Commission 2016).

Anders als bei fossilen Brennstoffen, sinken die Kosten für erneuerbare Energien deutlich. Postfossile E-Mobilität ist aber nicht der einzige Grund dafür, dass die Mobilitätskosten weiter sinken: Sharing-Modelle, die Autos zu „eigenen öffentlichen Verkehrsmitteln“ machen und so für eine transformative Erweiterung des öffentlichen Verkehrs hin zu individuellen Massenverkehrsmitteln sorgen, automatisiertes Pooling von Fahrgemeinschaften auch bei Berufspendlern, die Ausweitung der Fahrrad-Nutzung wie auch die digitale Optimierung des Verkehrs insgesamt – all das sorgt für die Realisierung enormer Effizienzpotenziale, die die Mobilitätskosten so sehr senken werden, dass sie 2040 deutlich unter den heutigen liegen, wenngleich sie weiterhin einen hohen Anteil an den Lebenshaltungskosten insgesamt ausmachen werden.

Intelligente Vernetzung macht Mobilität günstig. Vielfältige integrierte Mobilitätsformen werden so auch für einkommensschwache Gruppen erschwinglich: für Schüler, Auszubildende und Studenten, die noch nicht beruflich situiert sind, aber auch sozial bedürftige Bevölkerungsschichten: all jene, die auf die Reduzierung ihrer Mobilitätskosten angewiesen sind. Carsharing, Fahrgemeinschaften, der Umstieg auf das Fahrrad oder der Fußweg sind die bevorzugten Fortbewegungsarten, die zur Optimierung des Mobilitätsbudgets beitragen. Dennoch erwarten sie eine hohe Servicequalität und innovatives Produktdesign von Fahrzeugen und Mobilitätsangeboten. Das reicht bis in die Mittelschicht hinein. Mobilität tritt hier mit anderen Bedürfnissen in Konkurrenz: Wohnen, Kinderbetreuung, Konsum, Gesundheit, Altersvorsorge, Bildung und Kultur, Freizeit, Mediennutzung etc.

Bild: Flinc GmbH