Die Multi-Mobilität prägt nicht nur das Berufsleben, sie überträgt sich auch in die Freizeit: Ob Shopping, Wochenendtrip, Familienbesuche oder sportliche Aktivitäten – Mobilität wird zur integralen Voraussetzung des Freizeitlebens der allermeisten Menschen.

Unternehmungen, Ausflüge, Sport, auch bestimmte Formen von Mobilität selbst – etwa Motorradfahren – bleiben in den kommenden Jahrzehnten ein wichtiger Teil der Freizeitaktivitäten. Das schließt auch die Freude am sportlichen Fahren ein, die künftig jedoch zunehmend von öffentlichen Straßen in „Freizeitbiotope“ verlagert werden wird. Der unmittelbar aus bestimmten Freizeitaktivitäten und -sportarten resultierende Verkehr, wenn man etwa zum Laufen in den nahegelegenen Wald, zum Mountainbiken mit dem Auto ins Umland von Städten fährt oder zum Skifahren in die Berge und zum Wassersport ans Meer, wird weiter zunehmen. Dieser wachsende freizeitbedingte Mobilitätsbedarf muss in der Gestaltung der Verkehrswege und -infrastruktur auch künftig mitbedacht werden.

Wie das Arbeitsleben unterliegt auch die Freizeit vielfach einer engen Taktung und Logistik, die ein effektives Mobilitätsmanagement erfordert.

Integrierte Mobilitätsangebote eröffnen gerade in der Freizeit die Möglichkeit zur einfachen, verkehrsmittelneutralen Wege- und Reiseplanung vom Start bis zum Ziel.

Mittelfristig werden intelligente Planungstools kontextbezogene Services bereitstellen und als „digitale Assistenten“ bei der Entscheidungsfindung fungieren: Sie werden Freizeitaktivitäten und Mobilitätsservices individuell auf spezifische Anforderungen zuschneiden – von der Fahrzeit und den Kosten bis hin zu den gewünschten Transportmitteln.

Das Freizeitverhalten gibt mehr als andere Lebensbereiche Auskunft über die wahren Bedürfnisstrukturen und Befindlichkeiten unserer Gesellschaft. Wurde die Zeit jenseits der Arbeit früher vorrangig dazu genutzt, sich auszuruhen und passiv zu erholen, dient sie in immer stärkerem Maße der körperlichen Bewegung und aktiven Erlebnissuche als Ausgleich zu beruflichen Tätigkeiten und zum Joballtag. Freizeitgestaltung findet neue Ausdrucksformen und verbindet sich beispielsweise immer öfter mit dem Sport. Bewegung wird zu einem elementaren Baustein der aktiven Freizeitgestaltung, der Gesunderhaltung, der Lebensenergie.

Trendwende in der Freizeitmobilität: mehr Qualität, Genuss und Zeitautonomie.

Damit wächst inzwischen aber auch der Wunsch nach Entschleunigung und achtsamer Mobilität in der Freizeit, ihre Sinnhaftigkeit und Wirkung rücken stärker in den Fokus. Das sorgt für eine Trendwende hin zu mehr Qualität und Zeit für Genuss in der Freizeitmobilität.