Unsere Lebenswelt erfordert mehr Flexibilität und Mobilität, Entscheidungs- und Anpassungsfähigkeit, permanente Aufmerksamkeit und Erreichbarkeit als je zuvor. Immer mehr Menschen wollen und müssen mobiler leben, arbeiten und konsumieren. Gerade die Lebensstile von Familien, jungen Großstädtern und international vernetzten High Potentials erfordern schon heute ein effektives Zeit- und Mobilitätsmanagement.

Die Flexibilisierung des privaten wie des beruflichen Lebens sorgt dafür, dass für die meisten Menschen die Zahl der Orte steigt, die sie tagtäglich ansteuern, und mit ihr die möglichen Wege.

Der bisherige uniforme Nine-to-five-Arbeitsrhythmus mit seiner Fixierung auf Geschäftszeiten und der starren Trennung von Job und Freizeit weicht einem hochgradig flexiblen, mobileren Lebensstil, der vor allem auf eines abzielt: Stärkere individuelle Selbstbestimmung, Unabhängigkeit sowie die kluge Verbindung von Privat- und Berufsleben beispielsweise durch Home-Office-Modelle und Mobile-Office-Lösungen. Gerade Letzteres wird zur großen Aufgabe der kommenden Jahre, statt weiterhin krampfhaft den Spagat zwischen zwei scheinbar trennbaren Welten zu versuchen. Die Idee der Work-Life-Balance weicht daher zunehmend einem neuen Verständnis von Vereinbarkeit: Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen Lösungen finden, die steigende Belastungen durch geschäftliche und berufliche Anforderungen kompensieren und zu einem besseren Work-Life-Blending führen.

2040 wird das Arbeiten dank digitaler Vernetzung, Cloud-Lösungen und innovativer Workplace-Tools ganz überwiegend zeit- und ortsunabhängig möglich sein. 

Ob unterwegs, von zu Hause, beim Kunden, im Café oder am Strand – mobiles Arbeiten wird zur neuen Norm.

Durch Home-Office-Modelle und Mobile-Work-Technologien löst sich die einstige Grenze zwischen Berufs- und Privatleben vollständig auf, mit vielen Auswirkungen von den Arbeitszeiten bis hin zur IT-Sicherheit. So sehr flexibles Arbeiten von Angestellten gewünscht und gefordert wird, so sehr müssen neue Wege für eine funktionierende, kluge Verbindung von privaten und beruflichen Anforderungen gefunden werden.

Autos als Third Places

Paketlieferung in den Kofferraum: Das Auto wird zur Packstation

Die große Chance autonomer Fahrzeuge liegt darin, dass sie künftig verstärkt soziale Funktionen als Third Places erfüllen können: Verkehrsmittel werden zu Refugien zwischen Arbeitsplatz und Zuhause, in denen man sich gerne aufhält, wohlfühlt, seine Zeit aber auch sinnvoll verbringen kann, während man unterwegs ist. Wenn Autos in Zukunft von künstlicher Intelligenz gelenkt werden, müssen die menschlichen Fahrer sich nicht mehr auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren, vielmehr können sie sich entspannen, lesen, Videos schauen oder Arbeit erledigen. Damit ändert sich die Funktion des Autos im Alltag radikal. Selbstfahrende Autos werden dann erstmals wirklich zur Verlängerung des Büros und des Wohnzimmers samt multimedialer, digitaler Vernetzung, die die Erweiterung der Lebenswelt ins Virtuelle unterstützen.

 

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